Auf Augenhöhe – der mündige Patient
Der Patient muss in der Zahnheilkunde nicht nur immer mehr selbst bezahlen – auch weil die Politik, Funktionäre von Kassen und Zahnärzten das so wollen – sondern Fakt ist auch, dass mehr Mitbestimmung des Patienten im Versorgungsprozess den Erfolg der Therapien befördern. So ist er sozusagen in aller Munde, der "mündige Patient".

Die Patienten sind zwar besser, aber vielfach, besonders aus den Medien wie dem Internet, auch viel häufiger falsch informiert. Das kann leicht das notwendige Vertrauen zwischen Zahnarzt und Patient stören und damit den Therapieerfolg schmälern. Patienten vertrauen also nicht mehr blind, immer mehr muss dafür durch Kommunikation auf Augenhöhe vom Zahnarzt geleistet werden.

In diesem Blog möchte ich Sie als mündiger Patient informieren und über neueste wissenschaftliche und allgemeine Erkenntnisse im Spektrum der Zahnmedizin in Kenntnis setzen. 

  • Zehnfache Hygienekosten im Vergleich zum Hausarzt 

Zahnarztpraxen ergriffen bereits vor der Corona-Pandemie im Praxisalltag diverse Maßnahmen zur Verhütung von Infektionen: vom Tragen der persönlichen Schutzausrüstung über Instrumentenaufbereitung bis hin zur Desinfektion von allen potenziell kontaminierten Flächen. Diese Maßnahmen haben sich offensichtlich auch unter den Bedingungen der Covid-19-Pandemie bewährt. Die Vorgaben für Zahnarztpraxen sind im Hygieneplan und Hygieneleitfaden sowie den Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim RKI „Infektionsprävention in der Zahnheilkunde – Anforderungen an die Hygiene“ festgehalten.

Hohes Schutzniveau in Zahnarztpraxen
Das ganze Team unterliegt generell strengen Hygienevorschriften, die zu einem entsprechend hohen Schutzniveau in den Praxen beitragen. Die Hygienevorschriften gehen davon aus, dass regelmäßig pozentiell infektiöse Patienten (Masern, TBC, Hepatitis etc.) zur Behandlung in die Zahnarztpraxen kommen. Die Vorschriften betreffen jede Praxis.

Eine aktuelle Studie des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) hat die Hygienekosten in Zahnarztpraxen vor Ausbruch von Sars-CoV-2 unter die Lupe genommen. Die Gesamthygienekosten in Zahnarztpraxen in Deutschland betrugen bereits 2016 im Durchschnitt rund 70.000 Euro. Seit 1996 sind die jährlichen Gesamthygienekosten einer Einzelpraxis von rund 28.000 Euro auf rund 65.000 Euro (2016) gestiegen. Im Vergleich mit einer nahezu zeitgleich durchgeführten Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) übersteigen die Hygienekosten einer Zahnarztpraxis die einer Hausarztpraxis um etwa das Zehnfache.

Im Vergleich kaum Infektionsgeschehen in Zahnarztpraxen
In der aktuellen Pandemiesituation sind zudem die Hygienekosten weiter gestiegen, zum einen wegen deutlich angezogener Marktpreise, zum anderen, weil zusätzliche Schutzmaßnahmen ergriffen wurden und der Aufwand für das Behandlungsteam zunahm.

Insgesamt zeigt sich, dass es im Zusammenhang mit Covid-19 kaum Infektionsgeschehen in Zahnarztpraxen im Gegensatz zu anderen medizinischen Einrichtungen gab. Die überaus strikten und kostenintensiven Hygieneaufwendungen in Zahnarztpraxen haben sich als Goldstandard bewährt.
Quelle: https://www.dzw.de/zahnarztpraxis-vor-corona-gesamthygienekosten




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