Welcher Zahnersatz ist der Richtige?

Zahnersatz ist der Überbegriff für die verschiedenen Möglichkeiten, geschädigte oder fehlende Zähne zu ersetzen. Die zahnmedizinische Fachrichtung, die sich mit der Planung, Herstellung und dem Einsetzen von Zahnersatz beschäftigt, wird als Prothetik bezeichnet.

Während sich kleinere Zahnschäden noch mit einfachen Füllungen versorgen lassen, ist bei größeren Schädigungen eine Form des Zahnersatzes notwendig. Die Möglichkeiten, die die moderne Zahnmedizin bietet, sind sehr vielfältig, und für ein bestimmtes Problem stehen gleich mehrere Therapien zur Verfügung.

Welcher ist der richtige Zahnersatz?
Welche Zahnersatzform – ob festsitzend oder herausnehmbar – die bessere Lösung darstellt, lässt sich pauschal nicht beantworten, da jede prothetische Lösung ihre Vor- und Nachteile hat und vom jeweiligen Patientenfall abhängig ist. Zahnimplantate gelten zwar generell als überlegene Zahnersatzform, aber sie müssen nicht immer die optimale Lösung für die individuelle Situation des Patienten darstellen.

Verallgemeinernd lässt sich sagen, dass bei kleinen Lücken mit stabilen Nachbarzähnen sowohl ein Implantat als auch eine feste Brücke nahezu immer eine Lösung darstellen. Bei größeren Lücken von z.B. vier oder fünf aufeinanderfolgenden Zähnen kann keine Brücke mehr eingesetzt werden, da eine zu hohe Belastung auf die tragenden Pfeilerzähne wirken würde. Hier wäre ein herausnehmbarer oder implantatgetragener Zahnersatz in Erwägung zu ziehen.

Im Folgenden stellen wir Ihnen kurz die wichtigsten Formen des Zahnersatzes sowie deren Vor- und Nachteile vor.

Welche Arten von Zahnersatz gibt es?

 


Bei der Frage nach der Art des Zahnersatzes lässt sich zuerst eine grobe Unterscheidung in festsitzenden, herausnehmbaren und kombinierten Zahnersatz treffen. Im Folgenden haben wir Ihnen die wichtigsten Informationen zu den verbreitetsten Arten des Zahnersatzes zusammengestellt.

 

  • Festsitzender Zahnersatz
Wie sein Name schon verrät, ist festsitzender Zahnersatz – nachdem er einmal eingesetzt wurde – fest im Mund verankert und nicht mehr eigenhändig zu entfernen. Dazu zählen z.B. Kronen, Brücken und Implantate. Der festsitzende Zahnersatz wird häufig bevorzugt, da er aufgrund seiner hohen Stabilität und seines Tragekomforts den natürlichen Zähnen am ähnlichsten ist.

Wer sich mit festsitzendem Zahnersatz versorgen lässt, kann mit einer Haltbarkeit von 10 bis 15 Jahren rechnen. Zahnimplantate – die im Kieferknochen verankert werden und dort wie künstliche Zahnwurzeln verbleiben – bilden hier die Ausnahme, sie können im besten Fall ein Leben lang halten. Auch deshalb haben sie sich als komfortable Lösung etabliert und sind immer öfter der Zahnersatz der Wahl.

Arten von festsitzendem Zahnersatz: 
  • Brücken

Vollkeramikbrücke
Um mit einer Brücke einen verlorengegangenen Zahn und damit sowohl Kaufähigkeit, Sprache als auch Ästhetik wiederherzustellen, werden die benachbarten Zähne als eine Art Anker eingesetzt, denn an ihnen wird die Brücke befestigt. Der Vorteil von Brücken ist, dass sie vom Patienten als natürlich wahrgenommen werden und nicht als störender Fremdkörper, wie es beispielsweise bei der Teilprothese der Fall ist. Ein Nachteil bei manchen Brücken ist, dass die Nachbarzähne zum Ausüben ihrer Ankerfunktion beschliffen werden müssen und somit wertvolle Zahnsubstanz unwiederbringlich verloren geht, sollten allerdings Pfeilerzähne durch eine Wurzelbehandlung oder durch großflächige Füllungen "geschädigt" sein, erübrigt sich dieser Nachteil. Für eine Brücke fallen die Kosten ganz unterschiedlich aus, was vor allem daran liegt, dass sehr viele verschiedene Materialien für diese Art der Versorgung zur Verfügung stehen – von Stahl über Vollkeramik bis zu individuellen Leistungen.
Jedoch werden Brücken von der Krankenkasse in jedem Fall bezuschusst, sofern vor der Behandlung der entsprechende Heil- und Kostenplan genehmigt wurde, den Ihr Zahnarzt ausstellt.

Standardimplantate
Implantate sind die wohl sicherste und dauerhafteste Art der Versorgung mit Zahnersatz. Sie garantieren eine Funktion wie natürliche Zähne, sind pflegeleicht, sorgen für einen festen Biss und sind von außen nicht als Zahnersatz zu erkennen.

Herausnehmbarer Zahnersatz
Zahnlücken beeinträchtigen die gesunde Funktion des Gebisses zum Teil erheblich – Zahnersatz wie beispielsweise Zahnprothesen sind darum nicht nur ästhetisch angeraten, wenn viele Zähne fehlen, sondern auch medizinisch notwendig, wenn Fehlbelastungen des Kiefers vermieden und die gesunde Kaufunktion wiederhergestellt werden soll.
Herausnehmbarer Zahnersatz lässt sich im Gegensatz zu festsitzendem Zahnersatz selbstständig einsetzen und herausnehmen, was vor allem zur Reinigung eine komfortable Lösung ist. Zu herausnehmbarem Zahnersatz gehören etwa Totalprothesen (Vollprothesen) sowie Teilprothesen.

Arten von herausnehmbarem Zahnersatz: 

  • Vollprothese / Totalprothese


Vollprothesen, auch Totalprothesen genannt, sind der Zahnersatz für einen gänzlich zahnlosen Ober- oder Unterkiefer. Umgangssprachlich nennt man die Vollprothese auch schlicht »Gebiss«. Eine Vollprothese macht möglich, dass trotz Zahnlosigkeit bald wieder reguläres Kauen und Sprechen gegeben ist, zudem sorgt sie für ein ästhetisches Erscheinungsbild. Damit leistet sie einen nicht zu vernachlässigenden Beitrag zur Lebensqualität.

Vollprothesen gewinnen ihren Halt durch passgenaues Anliegen am Kiefer. Durch einen leichten Speichelfilm, der sich natürlicherweise zwischen Prothese und Mundschleimhaut bildet, wird sie fest an letztere gepresst und hält daher in der Regel zuverlässig. Zum Reinigen kann die Prothese leicht herausgenommen werden. Vollprothesen im Unterkiefer halten durch diese fehlende Anpresswirkung und durch einen fehlenden Kieferkamm oft sehr schlecht.

Ein Zuschuss von der Krankenkasse ist gesetzlich Versicherten jedoch garantiert, sofern der vom Zahnarzt ausgestellte Heil- und Kostenplan vor der Behandlung genehmigt wurde.

Arten von herausnehmbarem Zahnersatz: Teilprothese / Klammerprothese

  • Teilprothese

Wenn das Gebiss noch natürliche Zähne aufweist, darin jedoch eine oder mehrere Zahnlücken geschlossen werden müssen, bietet sich eine Teilprothese an. Während eine Vollprothese einen gänzlich zahnlosen Kiefer versorgt, ist die Teilprothese ihrem Namen zufolge also für den Ersatz eines Teils der natürlichen Zähne verantwortlich.
Teilprothesen können an den noch verbliebenen natürlichen Zähnen befestigt werden. Nicht selten wird dies mit von Klammern bewerkstelligt. Für die Versorgung mit einer solchen Klammerprothese müssen die gesunden Haltezähne nicht beschliffen werden, was diese Art des Zahnersatzes vergleichsweise schonend macht.

Vorteile von Klammerprothesen
unkompliziert in der Herstellung
überschaubare Kosten
minimales Verfahren notwendig
im Bedarfsfall erweiterbar
Nachteile von Klammerprothesen
relativ aufwendig im Alltag
eingeschränkte Lautbildung
niedrigere Kaufähigkeit als mit natürlichen Zähnen
relativ schwacher Prothesenhalt (vor allem bei Unterkieferprothesen)
Optik (z.B. sichtbare Klammern)
Mögliche Schädigung der tragenden Pfeilerzähne (Überlastung, Abrieb)
Möglichkeit des Kieferknochen-Abbaus (vor allem bei parodontal geschädigten, sprich wackeligen Zähnen)

Die Kosten für eine Teilprothese unterscheiden sich abhängig von der Art, dem Material und den individuellen Zusatzleistungen: Ein Festzuschuss der Krankenkassen ist jedoch in jedem Fall gegeben, sofern der Heil- und Kostenplan vor der Versorgung von der Kasse genehmigt wurde.

Kombinierter Zahnersatz
Neben festsitzendem und herausnehmbaren Zahnersatz gibt es den sogenannten kombinierten Zahnersatz, der aus einem fest verankerten und einem herausnehmbaren Element besteht. Das Prinzip beruht darauf, dass ein Teil des Zahnersatzes fest im Gebiss verankert ist, der andere jedoch selbstständig entfernbar bleibt, was vor allem zur Reinigung nötig ist.

Seinen festen Halt gewinnt der kombinierte Zahnersatz, weil die gesunden umliegenden Zähne überkront werden. Auf die Krone können Verbindungselemente gesetzt werden, die anschließend jedoch flexibel bleiben und zum Reinigen herausgenommen werden können. Verschiedene Verbindungselemente wie Geschiebe, Riegel oder auch Druckknopfanker stehen hierbei zur Wahl, die sich je nach individueller Situation für die Versorgung mit Zahnersatz anbieten.

Nicht zuletzt kombinierte Zahnersatz-Lösungen wie die Teleskopprothese, die besonders großen Komfort und hohe Stabilität bietet, erfreuen sich in den vergangenen Jahren immer größerer Beliebtheit.

Arten von kombiniertem Zahnersatz: 
Teleskopprothese

Wenn noch natürliche Zähne im Gebiss verblieben sind, kann mithilfe einer Teleskopprothese eine oder mehrere Zahnlücken geschlossen werden. Sollten im Laufe der Zeit mehr Zähne verloren gehen, kann eine Teleskopprothese zudem problemlos erweitert werden.
Die Teleskopprothese wird unter den kombinierten Zahnersatz empfohlen, denn sie besteht aus einem dauerhaft im Gebiss verankerten einem herausnehmbaren Element. Beide Elemente werden im Fall der Teleskopprothese über sogenannte Teleskopkronen miteinander verbunden. Dass Innenteleskop, genannt auch Primärkrone, wird dabei fest verankert, während das Außenteleskop (die Sekundärkrone) in die Prothese gesetzt wird. Durch das harmonische Ineinandergleiten von Innen- und Außenkrone erhält diese Art des Zahnersatzes ihren zuverlässigen Halt.

Vorteile von Teleskopprothesen
bei Bedarf erweiterbar
relativ leicht zu pflegen
relativ ausgeglichene Pfeilerbelastung (bei entsprechend ausreichender Anzahl)
hohe Haltbarkeit
kombinierbar mit Zahnimplantaten
Nachteile von Teleskopprothesen
gesunde Zahnsubstanz muss von Nachbarzähnen abgetragen werden
ästhetisch anspruchsvoll (Doppelkronen in der Regel größer als natürliche Zähne, Übergang zum Zahnfleisch manchmal sichtbar)

Teleskopprothesen sind leicht in der Handhabung, erleichtern das Sprechen und Essen erheblich, sind gut zu reinigen und werden deshalb auch häufig eingesetzt. 


Es lassen sich drei Gruppen von Zahnersatz-Materialien unterscheiden:

Metalle (vor allem Titan) für Zahnimplantate sowie Goldlegierungen für Vollgusskronen
Hochleistungskeramik (Zirkonoxid) für künstliche Zahnkronen
Kunststoff (für Prothesen und künstliche Zahnkronen)

Oftmals wird für die Herstellung von Zahnersatz eine Kombination mehrerer Materialien verwendet. Verblendkronen etwa bestehen aus einem Metallkörper, verblendet mit einer Keramikschicht, die farblich nicht von den natürlichen Zähnen zu unterscheiden ist. Dadurch kann sich die künstliche Zahnkrone auch optisch perfekt in die Zahnreihe einfügen.

Teilprothesen hingegen bestehen aus einer Gaumenplatte aus Kunststoff sowie aus metallenen Befestigungsklammern und künstlichen Zahnkronen, die aus Keramik oder Kunststoff gefertigt werden.

Zahnimplantate setzen sich aus einem Implantatkörper aus Titan sowie einer Keramikkrone zusammen. Darüber hinaus gibt es jedoch auch Implantate aus Vollkeramik.

Vorteile von Zahnersatz
Wenn fehlende Zähne das äußerliche Erscheinungsbild verändern und z.B. beim Lachen sichtbar werden, führt das beim Patienten nicht selten zu Verunsicherung über das Äußere. Die Folgen können bis zu Depression und Isolation reichen. Doch das ist nur eine Seite: Gravierender sind die gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die fehlende Zähne auslösen können. Sie reichen von Sprachstörungen über Probleme beim Kauen bis zu weitreichenden Erkrankungen des Gebisses und Mundraums.

Besteht eine Lücke über einen längeren Zeitraum hinweg, können sich zudem benachbarte und gegenüberliegende Zähne in Richtung der Lücke bewegen, da ihnen die Gegenbelastung des ehemaligen Zahnes fehlt. Dadurch kann es zu einer veränderten Bisslage und als Folge zu einer übermäßigen Abnutzung der Zähne sowie Problemen im Kiefergelenk kommen.

Das Fazit lautet daher, dass jeder fehlende Zahn dringend ersetzt werden sollte. Glücklicherweise hält die moderne Zahnmedizin eine lange Reihe von bewährten Methoden bereit, die Sie schon bald wieder befreit und entspannt lächeln, essen und sprechen lassen.

Zahnersatz-Versorgung: Muss ich Schmerzen befürchten?
Es gibt sehr viele unterschiedliche Möglichkeiten der Versorgung mit Zahnersatz: einige, die sich schneller umsetzen lassen und andere, die aufwendigere zahnärztliche Leistungen erfordern. Abgesehen vom hohen zeitlichen Aufwand müssen Sie während jeglichem für Ihre Versorgung notwendigen Eingriff jedoch keine Schmerzen befürchten.

Die moderne Zahnmedizin und Anästhesie sind schonend, sicher und so konzipiert, dass für Sie die Behandlung schmerzfrei verläuft. Sorgen Sie sich dennoch um etwaige Schmerzen, ist es in vielen Fällen möglich, eine Behandlung (zum Beispiel das Einsetzen von Implantaten) in Vollnarkose durchführen zu lassen.
Sollten Sie unter starker Zahnarztangst leiden, wenden Sie sich im Vorhinein vertrauensvoll an Ihren Zahnarzt: Zahnarztangst ist verbreitet, und Ihr Arzt ist darauf eingestellt, Sie individuell und rücksichtsvoll dazu zu beraten.

Schmerzen nach dem Einsetzen von Zahnersatz
Völlig normal sind leichte Schmerzen, wenn sie unmittelbar nach der Versorgung mit Zahnersatz einsetzen. Denn ob es sich um eine Brücke, eine Krone oder Zahnimplantate handelt: Es befindet sich nun ein „Fremdkörper“ in Ihrem Mund, an den Sie sich erst gewöhnen müssen. Zudem sind neu in den Kieferknochen eingebrachte Zahnimplantate per Definition frische Wunden, denen Ihr Körper sich erst einmal widmen muss. So wie jede andere Wunde auch, muss sie einheilen und verheilen.

Zahnersatz und Schmerzen: Nach der Implantation
Aus medizinischer Perspektive sind Schmerzen nach dem Einbringen von Zahnimplantaten also völlig normal. Ihr Zahnarzt gibt Ihnen für diesen Fall nach dem Eingriff ein Schmerzmittel mit nach Hause, sodass Sie gleich auf eventuelle Schmerzen reagieren können.

In den meisten Fällen verheilen frisch eingesetzte Implantate unkompliziert. Sollten Sie jedoch Schmerzen haben oder eine Schwellung bemerken, sorgt eine kühlende Kompresse meist für schnelle Linderung.

Zahnersatz und Schmerzen: Entzündungen am Implantat
Auch nach längerer Zeit können Implantate Schmerzen verursachen, obwohl sie anfangs problemlos verheilt sind. Der Grund ist in der Regel eine Entzündung in der Nähe des Implantats, eine sogenannte Periimplantitis. Diese wiederum wird meistens durch mangelhafte Mundhygiene begünstigt.

Für jeden Menschen, jedoch speziell für Träger von Zahnersatz, ist darum eine gründliche Hygiene-Routine wichtig, um Zahnfleisch- und andere Entzündungen zu verhindern, die nicht zuletzt durch bakterielle Beläge entstehen.

Werden Implantate nicht gut gepflegt, können sie sich mit der Zeit lockern und im ungünstigsten Fall sogar verlorengehen. Vergessen Sie darum nicht, Ihre Zähne morgens und abends gründlich zu putzen und Zahnseide zu verwenden, um Beläge zu beseitigen, bevor sie Entzündungen auslösen können.

Es empfiehlt sich darüber hinaus, ein bis zweimal im Jahr eine Professionelle Zahnreinigung einzuplanen, die Ihre Zähne und den gesamten Mundraum gründlich von schädlichen Einflüssen befreit


Empfiehlt sich eine Zahnzusatzversicherung?
Wenn Sie als gesetzlich Versicherter eine private Zahnzusatzversicherung abschließen, können Sie damit die von der gesetzlichen Kasse gezahlten Leistungen für Zahnersatz ergänzen lassen. Weil die gesetzliche Krankenversicherung für Behandlungen beim Zahnarzt und damit auch für Zahnarzt lediglich die sogenannte Regelversorgung bezahlt, müssen Sie in vielen Fällen mit einer hohen Selbstbeteiligung für Zahnersatz rechnen. Allgemein gilt, dass die Kassen für die Basisversorgung aufkommen, was in der Regel einem eher simplen, nicht aufwendig herzustellenden Zahnersatz entspricht. Auch dafür wird von der Krankenkasse aber nur ein Teil übernommen, nämlich der sogenannte Festzuschuss, der meist der Hälfte der Kosten für die Regelversorgung entspricht.

Legen Sie im Fall einer notwendigen Versorgung mit Zahnersatz Wert auf Qualität, Langlebigkeit und Ästhetik, steigt die Selbstbeteiligung umso rascher in die Höhe. Denn für Mehrkosten an hochwertigen Materialien beteiligt sie sich nicht, es bleibt beim Festzuschuss in Höhe von 50 Prozent der Regelversorgung. Wenn Sie sichergehen möchten, sich auch ohne hohe Zuzahlung einen hochwertigen Zahnersatz leisten zu können, kann eine private Zahnzusatzversicherung sich also für Sie lohnen.

Wenn diese Versicherung rechtzeitig vor der Behandlung abgeschlossen wurde und einen guten Leistungskatalog aufweist, erstattet eine Zahnzusatzversicherung je nach Anbieter und Tarif eine ganze Reihe von Behandlungen mit einem bestimmten Zuschuss. Dazu zählt Prophylaxe, wie die professionelle Zahnreinigung (kurz PZR), aber auch eine umfangreiche Behandlung für die Versorgung mit (auch höherwertigem) Zahnersatz.

Zahnersatz und Zahnzusatzversicherung
Insbesondere wenn es um Zahnersatz geht, mindert die Zahnzusatzversicherung, sofern der Tarif passend und gut ist, merklich Ihre Kosten. So erstattet sie auch dann einen erheblichen Teil der Kosten für Ihre neuen Zähne, wenn die gesetzliche Krankenkasse überhaupt keinen Zuschuss leistet oder lediglich die Regelversorgung bewilligt wird.

Die private Versicherung lohnt sich zum Beispiel auch, wenn Sie ein besseres Material für Ihren Zahnersatz wünschen, als es die gesetzliche Kasse bezuschusst: Ob es sich dabei um das Material für Kronen oder Inlays handelt (etwa Keramik) oder um einen komfortablen Zahnersatz wie eine Teleskopprothese statt einer optisch auffälligen Klammerprothese. Auch Implantate gehören mitunter zu den bezuschussten Leistungen von Zahnzusatzversicherungen für Zahnersatz.

Zahnersatz: Wann sollte ich eine Zahnzusatzversicherung abschließen?
Wenn Sie bereits ahnen, dass in absehbarer Zeit ein Zahnersatz fällig sein könnte, kann es sich finanziell spürbar lohnen, schon jetzt eine gute Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Denn – und dies ist ein wichtiger Faktor – Sie können die Versicherung nicht direkt nach Abschluss in Anspruch nehmen: Erst muss eine von der Zahnzusatzversicherung definierte Wartezeit ablaufen. Das heißt, Sie können erst nach einer gewissen Zeit – meistens handelt es sich um drei, sechs oder neun Monate oder sogar um ein ganzes Jahr – die Erstattung für Zahnersatz beanspruchen. Diese Wartezeit sollten Sie also von Vornherein mit einberechnen.

Zahnersatz: Für wen lohnt sich die Zahnzusatzversicherung?
Insbesondere ältere Patienten profitieren in der Regel sehr von einer Zahnzusatzversicherung für Zahnersatz, da sie statistisch betrachtet öfter darauf angewiesen sind, Zahnlücken schließen zu lassen. Ohne Versicherung können die Kosten für Zahnersatz, zumal für hochwertigen, rasch in die Höhe schießen.

Doch auch junge Patienten haben mitunter große Vorteile von einer Zahnzusatzversicherung. Denn sie erhalten oftmals weitaus günstigere Tarife von den Anbietern. Wenn diese beibehalten werden, können sie sich, selbst wenn die Zahnzusatzversicherung lange nicht benötigt wird, später doppelt und dreifach auszahlen. Und: Solange noch kein Zahnersatz nötig ist, kommt die Zahnzusatzversicherung ja bereits für notwendige Behandlungen wie Füllungen oder die Prophylaxe durch professionelle Zahnreinigung auf.

Zahnersatz: Welche Zahnzusatzversicherung hat den richtigen Tarif?
Wer eine Zahnzusatzversicherung abschließen möchte, findet sich unmittelbar im Tarife-Dschungel wieder: Je nach Versicherung gehen die Monatsbeiträge sehr weit auseinander.

So ist es möglich, eine Zahnzusatzversicherung schon ab ungefähr 14 Euro im Monat abzuschließen, jedoch können auch 80 Euro und mehr fällig werden. Insgesamt vergrößert sich das zu erwartende Leistungsspektrum analog zur Höhe des Beitrags. Jedoch sollten Sie unbedingt innerhalb einer Preisklasse gründlich vergleichen, bevor Sie eine Zahnzusatzversicherung abschließen.

Es empfiehlt sich, im ersten Schritt auf die sogenannte Summenbegrenzung der Zahnzusatzversicherung zu achten, denn diese fällt sehr unterschiedlich hoch aus. Damit ist die Summe gemeint, die eine Zahnzusatzversicherung im Laufe eines Versicherungsjahres maximal übernimmt.

Desweiteren sollten Sie auf die Wartezeit schauen und sie Ihren Bedürfnissen gemäß wählen: Können Sie noch ein Jahr warten, bis Ihre Zahnzusatzversicherung für Zahnersatz in Kraft tritt? Dann können Sie womöglich Geld sparen. Wenn Sie in baldiger Zukunft Zahnersatz benötigen, bietet sich hingegen eher eine kürzere Wartezeit an.

Zahnersatz-Kosten: Wie Sie bares Geld sparen können
Wenn Sie Zahnarztleistungen in Anspruch nehmen möchten, welche die Regelversorgung Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung übersteigen, werden diese Leistungen nach der Gebührenordnung der Zahnärzte (kurz: GOZ) abgerechnet. Sie können in diesem Fall nur mit einem Festzuschuss Ihrer Krankenkasse für Ihren Zahnersatz rechnen und tragen die Differenz der Kosten für Ihre Krone, Brücke oder Prothese selbst.

Jedoch können Sie gezielt dafür sorgen, dass der geregelte Festzuschuss der Kasse um bis zu 30 Prozent ansteigt: Wenn Sie nämlich die vorgeschriebenen regelmäßigen Kontrolltermine beim Zahnarzt gemacht haben und das auch in Ihrem Bonusheft vermerkt ist. Dieses Bonusheft, ein kleines gelbes Heft, das Sie von Ihrer Krankenkasse erhalten, können Sie bei Ihrem Zahnarzt bei der regelmäßigen Kontrolle abstempeln lassen. So kann Ihre Krankenkasse leicht nachvollziehbar Ihre regelmäßige Zahnvorsorge kontrollieren. Und das wird belohnt.


Bonusheft für Zahnersatz-Kosten: Sorgfalt wird belohnt
Wenn Sie Ihr Bonusheft etwa zehn Jahre lang sorgfältig geführt haben, kann Ihr Festzuschuss für Zahnersatz und andere Leistungen auf bis zu 80 Prozent ansteigen (im Gegensatz zu den gängigen 50 Prozent der Regelversorgung, mit welchen die Kassen Ihren Zahnersatz bezuschussen). Hingegen profitieren Sie bei einem fünf Jahre lang lückenlos geführten Bonusheft von einem Festzuschuss von 60 Prozent. Lückenlos muss das Heft allerdings auch sein: Wenn der Stempel für eine einzige zahnärztliche Kontrolle während des Zeitraums fehlt, so beläuft sich Ihr Zuschuss für den Zahnersatz auf die festgelegten 50 Prozent der Kosten für die Regelversorgung.

Zahnersatz-Kosten: Zahnarzthonorar, Bundesland und Materialien
Insgesamt sind die Dentallabore, sofern es um Regelleistungen geht, an das bundeseinheitliche Leistungsverzeichnis (BEL) gebunden. Wenn hingegen eine gleichartige (empfohlene Versorgung mit anderem Zahnersatz-Material) oder eine andersartige (von der empfohlenen Versorgung abweichende) Behandlung gewünscht wird, berechnen die Labore abweichende Preise. 

Als ihr Zahnarzt arbeite ich mit mehreren zahntechnischen Laboren im Allgäu zusammen, deren Leistungen ich kenne und mit denen sich die Zusammenarbeit gut eingespielt hat. Leider sind zahntechnische Arbeiten sehr zeitaufwendig und es werden außer Gold auch noch viele weitere ähnlich teure Materialien eingesetzt, was die Kosten oft sehr hoch erscheinen lässt.

Deutsche zahntechnische Labore arbeiten nach einer festen Gebührenordnung, der bundeseinheitlichen Laborpreisliste für gesetzlich Versicherte (BEL II), in der Obergrenzen festgelegt sind. 

Als Alternative bieten manche Zahnärzte die Zusammenarbeit mit einem ausländischen zahntechnischen Labor an. Die Kostenersparnis ist jedoch meist geringer als erwartet. Häufig werben Internetanbieter oder ausländische Labore mit der günstigsten Lösung, bei einer vergleichbaren Arbeit schrumpft der Kostenvorteil jedoch auf etwa 20–25 %. Mit diesen Preisen kann ein deutsches Labor, besonders bei einer herausragenden Qualität immer mithalten.

Im Sinn der regionalen Verwurzelung versuchen wir, alle Zulieferungen und Dienstleistungen, die in einer modernen Zahnarztpraxis benötigt werden, so regional wie möglich einzukaufen. Vom zahntechnischen Labor, über den Handwerker aus der Umgebung von Ottobeuren, bis zur Versorgung mit medizinischen Produkten gilt: Wenn es regional bezogen werden kann, stärken wir die heimische Wirtschaft. 

 

Ich als ihr Zahnarzt Hans-Werner Schmücker in Ottobeuren arbeite ausschließlich mit Dentallaboren aus der Region in Ottobeuren, Legau und Memmingen zusammen, da neben der Regionalität, mir besonders die Qualität und Professionalität zum Wohle ihrer Gesundheit wichtig ist. Dieser hohe Qualitätsanspruch ist mir und sollte auch Ihnen ihre Gesundheit wert sein.


Ihr Zahnarzt Hans-Werner Schmücker