Aphten im Mund – Kleine Wunden mit großen Schmerzen

Fast jeder Mensch hat sie schon einmal erlebt: kleine, weißlich-gelbliche Stellen im Mund, die beim Essen, Trinken oder Sprechen unangenehm schmerzen. Obwohl Aphten meist harmlos sind, können sie den Alltag erheblich beeinträchtigen. Gerade scharfes, saures oder heißes Essen wird plötzlich zur Herausforderung.


In der Zahnarztpraxis Schmücker in Ottobeuren helfen wir Ihnen dabei, die Ursache Ihrer Beschwerden einzugrenzen und die passende Behandlung zu finden. Denn hinter häufig wiederkehrenden Aphten können auch andere Erkrankungen oder Reizungen stecken.

Was sind Aphten?

Aphten sind kleine, oberflächliche Entzündungen der Mundschleimhaut. Typischerweise besitzen sie:

  • einen weißlich-gelblichen Belag
  • einen geröteten Rand
  • eine runde oder ovale Form
  • starke Schmerzen trotz ihrer geringen Größe


Sie können einzeln oder mehrfach auftreten.

Besonders häufig entstehen sie an:

  • Innenseite der Lippen
  • Wangeninnenseite
  • Zunge
  • Zahnfleisch
  • weichem Gaumen


Aphten sind nicht ansteckend.

Wie entstehen Aphten?

Die genaue Ursache ist bis heute nicht vollständig geklärt. Vermutlich spielen mehrere Faktoren zusammen.


Mögliche Auslöser sind:

  • kleine Verletzungen durch Zahnbürste oder harte Lebensmittel
  • Stress
  • Schlafmangel
  • hormonelle Veränderungen
  • geschwächtes Immunsystem
  • Vitaminmangel (z. B. Vitamin B12 oder Folsäure)
  • Eisenmangel
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • genetische Veranlagung


Auch scharfe Zahnkanten, schlecht sitzende Prothesen oder Zahnspangen können die Schleimhaut reizen.

Welche Symptome verursachen Aphten?

Typisch sind:

  • starke Schmerzen beim Essen
  • Brennen der Schleimhaut
  • Schmerzen beim Sprechen
  • Beschwerden beim Zähneputzen
  • Druckempfindlichkeit
Viele Betroffene spüren bereits ein Kribbeln oder Brennen, bevor die Aphte sichtbar wird.

Wie lange dauern Aphten?

Die meisten Aphten heilen von selbst.

Je nach Größe dauert die Heilung etwa:

  • kleine Aphten: 7–10 Tage
  • größere Aphten: bis zu 3 Wochen
Narben bleiben normalerweise nicht zurück.

Behandlung von Aphten

Da Aphten meist von allein abheilen, besteht die Behandlung hauptsächlich darin, die Beschwerden zu lindern und die Heilung zu unterstützen.

Schmerzlindernde Gele
Spezielle Gele bilden einen schützenden Film über der Aphte und lindern Schmerzen beim Essen und Trinken.

Mundspüllösungen
Antibakterielle oder entzündungshemmende Mundspülungen können die Heilung unterstützen und das Risiko einer zusätzlichen bakteriellen Infektion reduzieren.

Lokale Betäubung
Bei sehr schmerzhaften Aphten können örtlich betäubende Präparate kurzfristig Erleichterung verschaffen.

Schonende Mundpflege


Während der Heilungsphase empfehlen wir:

  • weiche Zahnbürste verwenden
  • reizende Speisen meiden
  • ausreichend trinken
  • auf Rauchen möglichst verzichten



Wann sollten Sie zum Zahnarzt?

Ein Zahnarztbesuch ist sinnvoll, wenn:

  • Aphten sehr häufig auftreten
  • die Beschwerden länger als zwei Wochen bestehen
  • außergewöhnlich große Wunden entstehen
  • starke Schmerzen auftreten
  • zusätzlich Fieber oder geschwollene Lymphknoten vorhanden sind
  • unklare Veränderungen der Mundschleimhaut bestehen
Nicht jede Schleimhautveränderung ist eine Aphte. Deshalb sollten länger bestehende Veränderungen immer untersucht werden.

Können Aphten verhindert werden?

Eine sichere Vorbeugung gibt es leider nicht. Dennoch können einige Maßnahmen helfen:

  • gründliche, aber schonende Mundhygiene
  • ausgewogene Ernährung
  • Stress reduzieren
  • Vitaminmangel behandeln
  • scharfe Zahnkanten beseitigen lassen
  • nicht so gut sitzende Prothesen und Schienen kontrollieren lassen



Unsere Behandlung in der Zahnarztpraxis Schmücker

Wir untersuchen Ihre Mundschleimhaut sorgfältig und klären ab, ob tatsächlich eine Aphte vorliegt oder ob andere Erkrankungen hinter den Beschwerden stecken. Falls notwendig, beraten wir Sie zu geeigneten Medikamenten, beseitigen störende Reizfaktoren und geben Ihnen individuelle Empfehlungen für eine schnellere Heilung.

Unser Ziel ist es, Schmerzen zu lindern und wiederkehrende Beschwerden möglichst zu vermeiden.

Häufige Fragen zu Aphten (FAQ)

Sind Aphten ansteckend?
Nein. Aphten werden nicht durch Bakterien oder Viren übertragen und sind daher nicht ansteckend.

Warum bekomme ich immer wieder Aphten?
Wiederkehrende Aphten können durch Stress, genetische Veranlagung, Vitaminmangel, hormonelle Veränderungen oder bestimmte Grunderkrankungen begünstigt werden.

Was sollte ich bei Aphten nicht essen?
Vermeiden Sie möglichst scharfe, saure, stark gewürzte oder sehr heiße Speisen. Diese reizen die Schleimhaut zusätzlich und verstärken die Schmerzen.

Kann Zahnpasta Aphten verursachen?
Bei manchen Menschen können Zahnpasten mit dem Schaumbildner Natriumlaurylsulfat (SLS) die Schleimhaut reizen. Der Umstieg auf eine SLS-freie Zahnpasta kann hilfreich sein.

Helfen Hausmittel gegen Aphten?
Hausmittel wie Kamillentee oder Salbeitee werden häufig angewendet. Ihre Wirkung ist jedoch wissenschaftlich nur begrenzt belegt. Wichtig ist, die Schleimhaut nicht zusätzlich zu reizen.

Können Kinder Aphten bekommen?
Ja. Auch Kinder können Aphten entwickeln. Meist heilen diese innerhalb weniger Tage wieder ab.

Sind Aphten gefährlich?
In den meisten Fällen sind Aphten harmlos. Halten Beschwerden jedoch länger als zwei Wochen an oder treten ungewöhnliche Veränderungen auf, sollte eine zahnärztliche Untersuchung erfolgen.

Können Vitaminmängel Aphten auslösen?
Ja. Ein Mangel an Vitamin B12, Folsäure oder Eisen wird häufig mit wiederkehrenden Aphten in Verbindung gebracht.

Wann sollte ich wegen einer Aphte zum Zahnarzt gehen?
Wenn die Schmerzen sehr stark sind, die Aphte ungewöhnlich groß ist, länger als zwei Wochen besteht oder immer wiederkehrt, empfehlen wir eine Untersuchung.


Gemeinsam gegen schmerzhafte Aphten

Auch wenn Aphten meist von selbst abheilen, können sie den Alltag erheblich beeinträchtigen. Wenn die Beschwerden immer wieder auftreten, ungewöhnlich lange bestehen oder Sie sich unsicher sind, ob es sich tatsächlich um eine Aphte handelt, sind wir gerne für Sie da. In der Zahnarztpraxis Schmücker in Ottobeuren untersuchen wir Ihre Mundschleimhaut sorgfältig, klären mögliche Ursachen ab und beraten Sie zu geeigneten Behandlungsmöglichkeiten. So sorgen wir gemeinsam dafür, dass Sie schnell wieder schmerzfrei essen, trinken und unbeschwert lächeln können.


Bednar-Aphthen: Harmlose Sauggeschwüre am Gaumen Ihres Babys

Vielleicht haben Sie beim Blick in den Mund Ihres Babys kleine, helle Flecken oder Bläschen am hinteren Gaumen entdeckt. In der Medizin nennt man diese Veränderung Bednar-Aphthen (benannt nach dem Kinderarzt Alois Bednar). Auch wenn das Wort „Aphthe“ im ersten Moment beunruhigend klingt: Es handelt sich hierbei um völlig harmlose Oberflächenverletzungen und nicht um eine echte, schmerzhafte Aphthen-Erkrankung oder eine Infektion.

Wie entstehen Bednar-Aphthen?
Die Schleimhaut im Mund von Säuglingen ist in den ersten Lebensmonaten noch extrem empfindlich. Die kleinen Stellen entstehen schlicht durch feine Mikroverletzungen (Mikrotraumata). Häufige Ursachen sind: Starkes Saugen: Beim Trinken an der Brust oder am Fläschchen reibt die Zunge den Gaumen mechanisch ab. Zu harte Sauger: Ein unpassender oder zu fester Schnuller/Fläschchenaufsatz begünstigt die Entstehung. Mundpflege: Das zu feste Auswischen des Babymundes mit einem Tuch oder Fingerling kann die zarte Haut verletzen. Was können Sie tun? Die beste Nachricht vorweg: Bednar-Aphthen heilen fast immer von ganz alleine wieder ab. Sie müssen in der Regel nicht medizinisch behandelt werden. Um den Heilungsprozess zu unterstützen und Ihrem Baby das Trinken zu erleichtern, helfen diese einfachen Schritte: Sauger prüfen: Nutzen Sie möglichst weiche Sauger und Schnuller, die anatomisch geformt sind. Mundraum schonen: Verzichten Sie vorerst darauf, den Mund Ihres Babys mechanisch auszureiben. Sanfte Pflege: Falls Ihr Baby beim Trinken leichte Schmerzen zeigt, können nach Absprache mit uns oder Ihrer Hebamme sanfte, pflanzliche Gele (z. B. mit Kamille) aufgetragen werden. Hinweis: Wenn Ihr Baby die Nahrung komplett verweigert, Fieber bekommt oder Sie unsicher sind, schauen wir uns den Mund Ihres Schatzes gerne einmal in der Praxis an!

 
 
 
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