Aphten im Mund – Kleine Wunden mit großen Schmerzen
- einen weißlich-gelblichen Belag
- einen geröteten Rand
- eine runde oder ovale Form
- starke Schmerzen trotz ihrer geringen Größe
- Innenseite der Lippen
- Wangeninnenseite
- Zunge
- Zahnfleisch
- weichem Gaumen
Mögliche Auslöser sind:
- kleine Verletzungen durch Zahnbürste oder harte Lebensmittel
- Stress
- Schlafmangel
- hormonelle Veränderungen
- geschwächtes Immunsystem
- Vitaminmangel (z. B. Vitamin B12 oder Folsäure)
- Eisenmangel
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten
- genetische Veranlagung
- starke Schmerzen beim Essen
- Brennen der Schleimhaut
- Schmerzen beim Sprechen
- Beschwerden beim Zähneputzen
- Druckempfindlichkeit
Wie lange dauern Aphten?
- kleine Aphten: 7–10 Tage
- größere Aphten: bis zu 3 Wochen
Behandlung von Aphten
Schmerzlindernde Gele
Spezielle Gele bilden einen schützenden Film über der Aphte und lindern Schmerzen beim Essen und Trinken.
Mundspüllösungen
Antibakterielle oder entzündungshemmende Mundspülungen können die Heilung unterstützen und das Risiko einer zusätzlichen bakteriellen Infektion reduzieren.
Lokale Betäubung
Bei sehr schmerzhaften Aphten können örtlich betäubende Präparate kurzfristig Erleichterung verschaffen.
Schonende Mundpflege
- weiche Zahnbürste verwenden
- reizende Speisen meiden
- ausreichend trinken
- auf Rauchen möglichst verzichten
Wann sollten Sie zum Zahnarzt?
- Aphten sehr häufig auftreten
- die Beschwerden länger als zwei Wochen bestehen
- außergewöhnlich große Wunden entstehen
- starke Schmerzen auftreten
- zusätzlich Fieber oder geschwollene Lymphknoten vorhanden sind
- unklare Veränderungen der Mundschleimhaut bestehen
Können Aphten verhindert werden?
- gründliche, aber schonende Mundhygiene
- ausgewogene Ernährung
- Stress reduzieren
- Vitaminmangel behandeln
- scharfe Zahnkanten beseitigen lassen
Unsere Behandlung in der Zahnarztpraxis Schmücker
Warum bekomme ich immer wieder Aphten?
Wiederkehrende Aphten können durch Stress, genetische Veranlagung, Vitaminmangel, hormonelle Veränderungen oder bestimmte Grunderkrankungen begünstigt werden.
Sind Aphten gefährlich?
Gemeinsam gegen schmerzhafte Aphten
Auch wenn Aphten meist von selbst abheilen, können sie den Alltag erheblich beeinträchtigen. Wenn die Beschwerden immer wieder auftreten, ungewöhnlich lange bestehen oder Sie sich unsicher sind, ob es sich tatsächlich um eine Aphte handelt, sind wir gerne für Sie da. In der Zahnarztpraxis Schmücker in Ottobeuren untersuchen wir Ihre Mundschleimhaut sorgfältig, klären mögliche Ursachen ab und beraten Sie zu geeigneten Behandlungsmöglichkeiten. So sorgen wir gemeinsam dafür, dass Sie schnell wieder schmerzfrei essen, trinken und unbeschwert lächeln können.
Bednar-Aphthen: Harmlose Sauggeschwüre am Gaumen Ihres Babys
Vielleicht haben Sie beim Blick in den Mund Ihres Babys kleine, helle Flecken oder Bläschen am hinteren Gaumen entdeckt. In der Medizin nennt man diese Veränderung Bednar-Aphthen (benannt nach dem Kinderarzt Alois Bednar). Auch wenn das Wort „Aphthe“ im ersten Moment beunruhigend klingt: Es handelt sich hierbei um völlig harmlose Oberflächenverletzungen und nicht um eine echte, schmerzhafte Aphthen-Erkrankung oder eine Infektion.
Wie entstehen Bednar-Aphthen?
Die Schleimhaut im Mund von Säuglingen ist in den ersten Lebensmonaten noch extrem empfindlich. Die kleinen Stellen entstehen schlicht durch feine Mikroverletzungen (Mikrotraumata). Häufige Ursachen sind: Starkes Saugen: Beim Trinken an der Brust oder am Fläschchen reibt die Zunge den Gaumen mechanisch ab. Zu harte Sauger: Ein unpassender oder zu fester Schnuller/Fläschchenaufsatz begünstigt die Entstehung. Mundpflege: Das zu feste Auswischen des Babymundes mit einem Tuch oder Fingerling kann die zarte Haut verletzen. Was können Sie tun? Die beste Nachricht vorweg: Bednar-Aphthen heilen fast immer von ganz alleine wieder ab. Sie müssen in der Regel nicht medizinisch behandelt werden. Um den Heilungsprozess zu unterstützen und Ihrem Baby das Trinken zu erleichtern, helfen diese einfachen Schritte: Sauger prüfen: Nutzen Sie möglichst weiche Sauger und Schnuller, die anatomisch geformt sind. Mundraum schonen: Verzichten Sie vorerst darauf, den Mund Ihres Babys mechanisch auszureiben. Sanfte Pflege: Falls Ihr Baby beim Trinken leichte Schmerzen zeigt, können nach Absprache mit uns oder Ihrer Hebamme sanfte, pflanzliche Gele (z. B. mit Kamille) aufgetragen werden. Hinweis: Wenn Ihr Baby die Nahrung komplett verweigert, Fieber bekommt oder Sie unsicher sind, schauen wir uns den Mund Ihres Schatzes gerne einmal in der Praxis an!