Bin ich für ein Zahnimplantat geeignet?
Kann jeder ein Zahnimplantat bekommen?
„Bin ich überhaupt für ein Implantat geeignet?“
Diese Frage stellen sich viele Patienten, wenn ein Zahn fehlt. Vielleicht haben Sie zu wenig Knochen, rauchen, nehmen Medikamente oder sind schon etwas älter. Vielleicht wurde Ihnen sogar gesagt, dass Implantate bei Ihnen nicht möglich seien.
Die gute Nachricht: Viele vermeintliche Hindernisse sind heute kein endgültiges Ausschlusskriterium.
Ob ein Zahnimplantat für Sie geeignet ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Wir schauen uns Ihre persönliche Situation genau an und besprechen gemeinsam, welche Möglichkeiten Sie haben.
Worauf kommt es bei der Eignung für ein Implantat an?
Entscheidend sind vor allem:
- ausreichend vorhandener Kieferknochen
- gesundes oder behandelbares Zahnfleisch
- eine gute Mundhygiene
- ein möglichst gut eingestellter allgemeiner Gesundheitszustand
- die Berücksichtigung von Erkrankungen und Medikamenten
- Ihre persönlichen Wünsche und die geplante Versorgung
Dabei gilt: Nicht jeder ungünstige Faktor bedeutet automatisch, dass ein Implantat nicht möglich ist.
Welche Voraussetzungen müssen für ein Zahnimplantat erfüllt sein?
Implantatberatung in Ottobeuren - Lassen Sie prüfen, ob ein Zahnimplantat für Sie geeignet ist.
Häufige Fragen zu Implantaten
- Bin ich mit 60, 70 oder 80 Jahren noch für ein Implantat geeignet?
Das Alter allein ist normalerweise kein Grund gegen ein Implantat.
Viel wichtiger sind der allgemeine Gesundheitszustand, die Situation im Mund, das Knochenangebot und die Fähigkeit zur regelmäßigen Pflege.
Deshalb kann ein Implantat auch im höheren Lebensalter eine sinnvolle Lösung sein.
Entscheidend ist nicht die Zahl in Ihrem Personalausweis, sondern die Frage:
Passt eine Implantatversorgung zu Ihrer gesundheitlichen und zahnmedizinischen Situation? - Was passiert, wenn zu wenig Knochen vorhanden ist?
Nach einem Zahnverlust baut sich der Kieferknochen häufig mit der Zeit ab. Dadurch kann es schwieriger werden, ein Implantat sicher zu verankern.
Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Sie auf ein Implantat verzichten müssen.
Je nach Ausgangssituation kann ein Knochenaufbau möglich sein. Ob das notwendig und sinnvoll ist, wird bei der individuellen Planung beurteilt.
Gerade deshalb sollte die Entscheidung für oder gegen ein Implantat erst nach einer gründlichen Untersuchung getroffen werden. - Wie wird die Eignung geprüft?
Durch Untersuchung und Röntgenaufnahme. - Ich habe eine Metallallergie. Kann ich überhaupt ein Zahnimplantat bekommen?
Sie haben eine Metallallergie oder vermuten eine Unverträglichkeit gegenüber Titan? Dann erfahren Sie hier mehr über mögliche Beschwerden, die Abklärung und metallfreie Alternativen. - Kann ich trotz Parodontitis ein Implantat bekommen?
Eine aktive, nicht behandelte Parodontitis kann den Erfolg einer Implantatversorgung gefährden.
Deshalb sollte eine bestehende Zahnfleischerkrankung zunächst behandelt und stabilisiert werden.
Das bedeutet aber nicht automatisch, dass Implantate ausgeschlossen sind.
→ Mehr über Parodontitis und Zahnimplantate - Kann ich trotz Diabetes ein Implantat bekommen?
Auch bei Diabetes kann eine Implantatversorgung grundsätzlich möglich sein.
Wichtig ist, dass der Diabetes möglichst gut eingestellt ist und die Behandlung individuell geplant wird.
Bei schlecht eingestelltem Diabetes kann die Wundheilung beeinträchtigt sein. Deshalb berücksichtigen wir Ihre gesundheitliche Situation bei der Planung und beziehen gegebenenfalls Ihre behandelnden Ärzte mit ein. - Was ist mit Rauchen?
Starkes Rauchen kann die Heilung nach einer Implantation beeinträchtigen und das Risiko für Komplikationen erhöhen.
Deshalb sprechen wir das Thema offen an.
Rauchen bedeutet nicht automatisch, dass ein Implantat unmöglich ist. Es kann aber die Erfolgsaussichten beeinflussen.
Gründe gegen eine Zahnimplantation / Implantation
Grundsätzlich gilt die Implantologie bereits als sehr sicher. Es gibt jedoch auch Gründe, die (meistens zeitlich begrenzt) gegen Zahnimplantate sprechen. Man spricht auch von Kontraindikatoren. Unterschieden wird hier zwischen temporären Gründen, die durchaus behoben werden können und dauerhaften Gründen, die generell dagegen sprechen, da das Risiko für den Patienten zu hoch wäre. Hierbei muss vom Arzt entschieden werden, ob die Schwere der Erkrankung und die Höhe der Medikamentendosis für eine Implantation sprechen oder ob sie ein absolutes Ausschlusskriterium darstellen.
Temporäre Gründe, u.a.:
Schlechte Mundhygiene führt zu Entzündungen (Parodontitis und/oder Karies)
Starkes Rauchen
Nicht ausgewachsener Kiefer (bei Jugendlichen unter 17 Jahren)
Diabetes, der nicht gut eingestellt ist (bspw. in Schwangerschaften) und weitere Stoffwechselerkrankungen
Kieferknochen weist nicht die gewünschte Größe bzw. Beschaffenheit auf
Erhöhte Blutungsneigung
Gewisse Erkrankungen der Psyche
Wenn Sie Blutverdünner einnehmen und eine Implantation geplant ist, muss die Medikation besonders berücksichtigt werden. Erfahren Sie hier, worauf bei zahnchirurgischen Eingriffen unter Blutverdünnung zu achten ist.
Dauerhafte Gründe, u.a.:
Schwere Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen und Erkrankungen von Niere, Leber, Blut und Herz
Geschwächte Immunabwehr, bedingt durch Medikamente zur Behandlung von Krebs oder Autoimmunkrankheiten (Chemotherapie)
Einnahme von Bisphosphonaten
Chronische Erkrankungen von Knochen und Bindegewebe (bspw. Rheuma) und des Immunsystems
Kieferknochen, die aufgrund einer Tumoroperation bestrahlt werden mussten
Wie wird festgestellt, ob ich für ein Implantat geeignet bin?
Am Anfang steht immer die persönliche Untersuchung.
Wir beurteilen unter anderem:
1. Die Situation im Mund
Wie sehen Zähne, Zahnfleisch und Kieferknochen aus?
2. Ihre allgemeine Gesundheit
Welche Erkrankungen und Medikamente müssen berücksichtigt werden?
3. Das vorhandene Knochenangebot
Reicht der vorhandene Knochen für das geplante Implantat aus?
4. Die geplante Versorgung
Soll ein einzelner Zahn ersetzt werden, mehrere Zähne oder soll eine Prothese durch Implantate stabilisiert werden?
5. Ihre persönlichen Wünsche
Welche Lösung passt zu Ihren Vorstellungen, Ihrem Alltag und Ihren Möglichkeiten?
Erst aus diesen Informationen ergibt sich ein sinnvolles Behandlungskonzept.
Und wenn ein Implantat nicht die beste Lösung ist?
Auch das gehört für mich zu einer guten Beratung.
Nicht jede Zahnlücke muss mit einem Implantat geschlossen werden.
Je nach Situation kann beispielsweise eine Brücke oder eine andere Form des Zahnersatzes sinnvoller sein.
Deshalb geht es bei der Implantatberatung nicht darum, Ihnen möglichst schnell ein Implantat anzubieten.
Es geht darum, die für Sie passende Lösung zu finden.
→ Brücke oder Implantat – welche Lösung passt zu mir?
Erfahrung und Zusammenarbeit mit Spezialisten
Ihr nächster Schritt
→ Termin zur Implantatberatung vereinbaren
Ob ein Implantat für Sie geeignet ist, ist nur der erste Schritt. Wenn Sie wissen möchten, welche Möglichkeiten es gibt, finden Sie hier weitere Informationen:
🔩 Wie läuft eine Implantatbehandlung ab?
→ Zahnimplantat – Ablauf und Behandlung
Von der Planung über die Implantation bis zum fertigen Zahnersatz.
💶 Was kostet ein Zahnimplantat?
→ Kosten für Zahnimplantate
Welche Kosten entstehen können und welchen Anteil die Krankenkasse übernimmt.
⚖️ Brücke oder Implantat?
→ Brücke oder Implantat – welche Lösung passt zu mir?
Nicht jede Zahnlücke muss mit einem Implantat versorgt werden. Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten.
🧱 Keramik oder Titan?
→ Zahnimplantat aus Keramik oder Titan
Welche Unterschiede gibt es bei Material, Verträglichkeit, Ästhetik und Haltbarkeit?
😁 Mehrere Zähne oder eine Vollprothese?
→ Implantate bei Vollprothesen
Wie Implantate einer herausnehmbaren Prothese mehr Halt geben können.
💊 Sie nehmen Blutverdünner?
→ Zahnbehandlung und Blutverdünner
Was bei einer Implantation oder einem anderen chirurgischen Eingriff berücksichtigt werden muss.
👨⚕️ Wer setzt das Implantat?
→ Implantation mit spezialisierten MKG-Chirurgen
Warum wir bei der chirurgischen Implantation mit erfahrenen Spezialisten zusammenarbeiten.
