Implantate bei Vollprothesen – Implantatgetragener Zahnersatz in Ottobeuren
Vollprothesen sind die einfachste Möglichkeit, um einen zahnlosen Kiefer zu versorgen. Sie entsprechen der Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen. Damit sind Vollprothesen die günstige Variante eines totalen Zahnersatzes. Häufig ist das Essen mit den herausnehmbaren Prothesen nicht komfortabel, besonders im Unterkiefer. Die eigenen Zähne oder ein festsitzender Zahnersatz bieten deutlich mehr Halt. Viele Patienten wünschen sich deshalb eine Alternative oder eine Befestigungsmöglichkeit für den herausnehmbaren Zahnersatz.
Warum traditionelle Vollprothesen oft schlecht sitzen
Viele Patienten berichten, dass ihre herkömmlichen Vollprothesen nicht optimal sitzen, besonders im Unterkiefer. Die Gründe dafür sind vielfältig:
Knochenabbau im Kiefer: Mit zunehmendem Alter baut sich der Kieferknochen ab. Eine klassische Prothese kann sich dann lockern und wackeln.
- Weiche Mundschleimhaut: Im Gegensatz zu natürlichen Zähnen fehlt eine feste Verankerung. Prothesen liegen nur auf dem Zahnfleisch auf, was Druckstellen verursachen kann.
- Schwankende Passform: Veränderungen im Kiefer oder Zahnfleisch führen dazu, dass Prothesen nach einiger Zeit nicht mehr richtig halten.
- Eingeschränkter Kaukomfort: Locker sitzende Prothesen erschweren das Kauen harter Lebensmittel und können Schmerzen verursachen.
Die Folge: Patienten fühlen sich unsicher beim Sprechen, Lachen oder Essen. Genau hier setzen implantatgestützte Prothesen an – sie bieten stabilen Halt, mehr Komfort und ein deutlich verbessertes Mundgefühl.
Wie implantatgestützte Vollprothesen den Halt verbessern
Implantatgestützte Vollprothesen bieten eine deutlich stabilere Alternative zu herkömmlichen Prothesen. Dabei werden einige Zahnimplantate im Kiefer gesetzt, auf denen die Prothese sicher befestigt wird.
Vorteile implantatgestützter Prothesen
- Stabiler Halt: Die Prothese sitzt fest, wackelt nicht mehr und verrutscht beim Sprechen oder Essen nicht.
- Mehr Kaukomfort: Durch die feste Verankerung können auch harte Lebensmittel problemlos gegessen werden.
- Reduzierter Knochenabbau: Implantate stimulieren den Kieferknochen, was den Knochenabbau im Vergleich zu klassischen Vollprothesen verlangsamt.
- Verbesserte Ästhetik: Die Prothese liegt gleichmäßig auf, der Kieferknochen bleibt stabil, und das Lächeln wirkt natürlicher.
- Individuelle Lösungen: Ob Locator-, Druckknopf- oder Teleskop-Systeme – die Befestigung wird individuell an die Kieferform angepasst.
Für wen eignen sich implantatgestützte Prothesen?
Diese Lösung ist besonders empfehlenswert für Patienten in Ottobeuren, die:
- Probleme mit locker sitzenden Vollprothesen haben
- Schmerzen oder Druckstellen unter herkömmlichen Prothesen spüren
- Eine dauerhafte, komfortable Lösung für den Unter- oder Oberkiefer wünschen
Bedingt durch die demografische Entwicklung stehen Zahnärzte vor der Herausforderung eine wachsende Zahl älterer Patienten zu behandeln, die deutlich höhere Ansprüche an ihre Lebensqualität als die gleiche Altersgruppe vor 20 Jahren haben. Außerdem verlieren sie ihre Zähne heute sehr viel später als früher und so gewöhnen sich viele Patienten nur sehr schlecht oder gar nicht an Totalprothesen oder große Teilprothesen mit geringer oder ungünstig verteilter Restbezahnung.
Zahnloser Kiefer:
Kommt es im Ober- oder Unterkiefer zum Zahnverlust aller Zähne, spricht man vom zahnlosen Kiefer. Ein zahnloser Kiefer sollte relativ zeitnah behandelt werden, da es ansonsten aufgrund der fehlenden Belastung zum Knochenschwund kommt. Dies wiederum erschwert eine Implantation, da die Knochenmasse erst wieder aufgebaut werden muss.
Da die Lebensqualität durch eine Prothese erheblich eingeschränkt ist (verursacht durch Entzündungen und Druckstellen), stellt die Implantation hier eine empfehlenswerte Möglichkeit dar. Prinzipiell gilt, je mehr Implantate in den Kiefer eingepflanzt werden, desto höher ist die Stabilität. Grundsätzlich wird bei der Versorgung von zahnlosen Kiefern in der Implantologie zwischen zwei Varianten unterschieden. Es gibt den festsitzenden Zahnersatz und den herausnehmbaren, implantatgetragenen Zahnersatz. Voraussetzung für festen Zahnersatz ist eine ausreichend vorhandene Knochenmasse. Hier wird eine vorher festgelegte Anzahl von Implantaten in den Kiefer gesetzt und entweder mit Einzelkronen oder mit implantatgetragenen Brücken verankert. Knochenaufbau ist bei Wunsch mit Hilfe bestimmter Methoden möglich.
Die herausnehmbare, implantatgetragene Prothese bietet eine kostengünstigere Alternative und wird meistens bei relativ langer Zahnlosigkeit und einer bereits sehr abgebauten Knochenmasse angewandt. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten der Befestigung, u.a.:
- die Verankerung mit Kugelköpfen (in das Implantat eingesetzte Kugelköpfe klicken sich in sogenannten „Snaps“ in die Prothese ein),
- die Verankerung mit Teleskopen (hier werden Kronen in das Implantat und in den Zahnersatz gesetzt, die dann aufeinander gesteckt werden).
Es empfiehlt sich, beim zahnlosen Oberkiefer mit sechs und beim zahnlosen Unterkiefer mit 4 Implantaten zu arbeiten.
Wer unter locker sitzenden Vollprothesen leidet, kann mit implantatgestützten Prothesen eine komfortable, stabile und langlebige Lösung erhalten. Ob mit Locator-Systemen, Druckknöpfen, Teleskopen oder All-on-4-Konzepten, Implantate sorgen dafür, dass Ihre Prothese sicher hält, Kaukomfort steigt und der Kieferknochen geschont wird.
In der Zahnarztpraxis Schmücker in Ottobeuren prüfen wir individuell, welche Implantatlösung für Ihren Ober- oder Unterkiefer am besten geeignet ist.
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- Über 20 Jahren Erfahrung in der Implantologie
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