Warum braucht man eine Krone?
Ihr Lächeln verdient seine Stärke zurück. Ein herzhaftes Lachen, das unbeschwerte Kauen auf dem Lieblingsgericht, das sichere Gefühl beim Sprechen – all das schenken uns gesunde Zähne. Manchmal verliert ein Zahn jedoch durch einen Unfall, tiefe Karies oder eine Wurzelbehandlung seine Kraft. Er wird brüchig, und eine normale Füllung reicht nicht mehr aus, um ihn zu schützen. In solchen Momenten ist eine Zahnkrone weit mehr als nur medizinischer Zahnersatz. Sie ist wie ein maßgeschneiderter Schutzmantel, der Ihren geschwächten Zahn sanft umhüllt, stützt und rettet. Sie gibt Ihnen die Sicherheit zurück, wieder kraftvoll zuzubeißen und unbeschwert zu lachen – völlig schmerzfrei und absolut natürlich. Eine Krone bewahrt Ihr authentisches Lächeln und schützt das Fundament Ihrer Zahngesundheit für viele Jahre.
Eine kurze Geschichte aus der Praxis
„Ist mein Zahn wirklich noch zu retten?“
Als Herr K. zu mir kam, war sein Zahn stark beschädigt. Eine große Füllung war schon mehrfach repariert worden, inzwischen war ein weiteres Stück Zahn abgebrochen.
„Ich habe gehört, dass ich jetzt eine Krone brauche“, sagte er. „Aber kann man den Zahn nicht noch anders erhalten?“
Genau diese Frage war für uns der erste Schritt.
Wir haben uns den Zahn genau angesehen und besprochen, wie viel gesunde Zahnsubstanz noch vorhanden war und welche Belastungen der Zahn aushalten muss.
Denn eine Krone ist keine Standardlösung für jeden beschädigten Zahn. Sie kann sinnvoll sein, wenn ein Zahn so stark geschwächt ist, dass eine Füllung ihn nicht mehr ausreichend stabilisieren kann.
Unser Ziel ist immer zuerst: den eigenen Zahn so lange wie möglich zu erhalten.
Eine Zahnkrone ist eine hochwertige, feste Zahnversorgung, die dann notwendig wird, wenn ein Zahn so stark beschädigt ist, dass eine einfache Füllung nicht mehr ausreicht. Sie „krönt“ den geschwächten Zahn – im wahrsten Sinne des Wortes – und stellt seine Form, Stabilität und Funktion wieder her.
Metallkronen kommen heute hauptsächlich im nicht sichtbaren Backenzahnbereich zum Einsatz. Sie gelten als langlebig und robust, werden aber aus ästhetischen Gründen deutlich seltener gewählt.
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Wann ist eine Krone sinnvoll?
Eine Krone ist meist notwendig bei:
- Stark zerstörten Zähnen durch Karies oder Frakturen
- Großen Füllungen, die nicht mehr ausreichend Halt im Zahn finden
- Nach einer Wurzelbehandlung, weil der Zahn dann spröder und bruchanfälliger ist
- Stark abgenutzten Zähnen (z. B. durch Knirschen)
- Zur Versorgung von Implantaten
- Zur ästhetischen Verbesserung, z. B. bei stark verfärbten oder deformierten Zähnen
Was leistet eine Zahnkrone?
- Schützt den Zahn vor weiteren Schäden und Bruch
- Stellt Kaufunktion und Biss wieder vollständig her
- Verbessert die Ästhetik, z. B. durch natürlich aussehende Vollkeramik-Kronen
- Erhöht die Lebensdauer eines stark geschädigten Zahns deutlich
EINE KRONE EINSETZEN – SO GEHT’S
DER KLASSIKER: VOLLGUSSKRONEN
Eine Vollgusskrone ist aus Gold oder einem anderen mundverträglichen Metall. Sie kommt heute fast nur noch im Seitenzahnbereich zum Einsatz, da es optisch schönere Lösungen für den Frontzahnbereich gibt. Die Vorteile von Vollgusskronen: Sie sind besonders lange haltbar.
ÄSTHETISCHE ALTERNATIVE: VERBLENDKRONE
NATÜRLICH WEISS: DIE VOLLKERAMIKKRONE
Die ästhetisch ansprechendste Lösung für eine Kronenversorgung ist die Vollkeramikkrone, denn Keramik lässt sich in Farbe und Form ideal den restlichen Zähnen anpassen. Vollkeramikkronen sehen einem natürlichen Zahn zum Verwechseln ähnlich und können selbst vom Fachmann oft nur schwer als künstlicher Zahn erkannt werden. Damit sind sie vor allem für den Einsatz im Frontzahnbereich bestens geeignet.
WENN DER ZAHN NOCH IN TEILEN ERHALTEN IST: DIE TEILKRONE
KOSTEN UND ERSTATTUNG: ES GIBT BEFUNDORIENTIERTE FESTZUSCHÜSSE
FUNKTIONSANALYTISCHE LEISTUNGEN
Damit der Zahnersatz optimal sitzt und die ursprüngliche Kaufunktion vollständig wiederhergestellt wird, setzt der Zahnarzt bei Bedarf sogenannte FUNKTIONSANALYTISCHE LEISTUNGEN (FAL) ein. Vor allem bei umfangreichem Zahnersatz oder Vorerkrankungen der Kiefergelenke reicht es in der Regel nicht aus, dass im Zahnlabor nach standardisierten Verfahren gearbeitet wird. Vielmehr muss das individuelle Kausystem genau vermessen werden, um das ideale Zusammenspiel von Unter- und Oberkiefer zu ermitteln. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse gibt der Zahnarzt an den Zahntechniker weiter. So erhält der Patient „neue“ Zähne, mit denen er wieder mühelos und kräftig zubeißen kann.
Warum Goldlegierungen bei Metall-Keramik-Kronen besser sind als NEM (Nicht-Edelmetall) Grundgerüste
Metall-Keramik-Kronen bestehen aus einem Metallgerüst, das mit zahnfarbener Keramik verblendet wird. Die Wahl des richtigen Metallgerüsts spielt dabei eine entscheidende Rolle für Langlebigkeit, Verträglichkeit und Ästhetik der Krone.
Goldlegierungen – die hochwertige Lösung
Goldlegierungen, auch als Edelmetall-Legierungen bezeichnet, bestehen neben Gold z. B. aus Platin, Palladium oder Silber. Sie zeichnen sich durch folgende Vorteile aus:
✅ Biokompatibilität und Verträglichkeit
Goldlegierungen sind extrem gut körperverträglich (biokompatibel) und lösen kaum allergische Reaktionen aus. Das ist besonders wichtig bei empfindlichen Patient:innen oder bei Kronen im sichtbaren Bereich.
✅ Präziser Randschluss
Gold lässt sich sehr exakt verarbeiten. Dadurch entsteht ein besonders dichter, passgenauer Kronenrand, was das Risiko von Bakterieneintritt, Sekundärkaries oder Zahnfleischentzündungen deutlich verringert.
✅ Geringere Korrosionsgefahr
Goldlegierungen sind korrosionsbeständig – das heißt: Sie reagieren kaum mit dem Speichel oder anderen Materialien im Mund. NEM hingegen kann zu Korrosion und sogar zu Spannungsrissen in der Keramik führen.
✅ Bessere Keramikhaftung
Die Verbindung zwischen Keramik und Goldgerüst ist stabiler und langlebiger. Bei NEM kann es über die Jahre häufiger zu Abplatzungen der Keramikverblendung kommen.
Was ist der Nachteil von NEM (Nicht-Edelmetall)?
NEM-Legierungen (z. B. aus Kobalt-Chrom) sind günstiger, aber:
- Härter und spröder, was die Keramik stärker belastet
- Weniger passgenau verarbeitbar
- Höheres Risiko für Allergien oder Metallunverträglichkeiten
- Mehr Spannung in der Keramik, daher höheres Risiko für Abplatzungen
Fazit: Goldlegierung = langlebiger, verträglicher, präziser
Wenn Sie Wert auf Qualität, Verträglichkeit und langfristige Stabilität legen, ist eine Krone mit Goldlegierung unter der Keramik die bessere Wahl. Gerade im Seitenzahnbereich, wo hohe Kaukräfte wirken, zeigt sich der Vorteil besonders deutlich.
Wir beraten Sie gerne persönlich in unserer Praxis Schmücker in Ottobeuren – auch zu allen Materialoptionen und individuellen Kosten.
Häufige Fragen zu Zahnkronen
Zahnkronen unterscheiden sich vor allem in ihrer Optik, Haltbarkeit und Verträglichkeit. Besonders natürliche Ergebnisse erzielen heute moderne Vollkeramik- und Zirkonkronen. Wir verwenden in der Zahnarztpraxis Schmücker in Ottobeuren überwiegend Kronen aus Metall mit einer Vollkeramik als Verblendung, da diese ästhetisch, stabil, langlebig und biologisch besonders überzeugend sind.
- VollkeramikkroneVollkeramikkronen wirken besonders natürlich und sind kaum von echten Zähnen zu unterscheiden. Sie enthalten kein Metall und sind daher sehr gut verträglich. Gerade im sichtbaren Bereich bieten sie die schönste Ästhetik.
- ZirkonkroneZirkon ist eine besonders stabile Hochleistungskeramik. Diese Kronen verbinden natürliche Optik mit hoher Belastbarkeit und eignen sich sowohl für Front- als auch Backenzähne.
- Metall- oder GoldkroneMetallkronen kommen heute hauptsächlich im nicht sichtbaren Backenzahnbereich zum Einsatz. Sie gelten als langlebig und robust, werden aber aus ästhetischen Gründen deutlich seltener gewählt.
- VerblendkroneBei einer Verblendkrone wird ein Metallgerüst mit zahnfarbener Keramik überzogen. Dadurch entsteht eine Kombination aus Stabilität und Ästhetik.
- KunststoffkronenKunststoffkronen dienen meist als Provisorium während der eigentlichen Behandlung und sind normalerweise keine dauerhafte Lösung.
Die Behandlung erfolgt in der Regel unter lokaler Betäubung und ist normalerweise schmerzarm. Nach dem Beschleifen kann der Zahn vorübergehend etwas empfindlich reagieren, was sich meist schnell wieder legt.
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