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In diesem Blog möchte ich Sie als Patient informieren und über neueste wissenschaftliche und allgemeine Erkenntnisse im Spektrum der Zahnmedizin in Kenntnis setzen. Die Inhalte sind zum Teil meine persönliche Meinung, aber durch die Angabe von Quellen verifizierbar.

03.05.2022

Hydroxylapatit in Zahnpasta: Wirksamkeit nicht belegt

Zahnpasta ist nicht gleich Zahnpasta, glaubt man der Werbung. [Mehr lesen…]

Admin - 01:36:13 @ Allgemein

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Hydroxylapatit in Zahnpasta: Wirksamkeit nicht belegt

Zahnpasta ist nicht gleich Zahnpasta, glaubt man der Werbung. Die Konkurrenz bei Zahnpflegeprodukten ist groß, und so versuchen sich Hersteller mit diversen (scheinbaren) Innovationen voneinander abzuheben. Eine solche Innovation sollen Zahnpasten und Mundspülungen sein, die Nanopartikel aus Hydroxylapatit enthalten. Hydroxylapatit ist der natürliche Hauptbestandteil unserer Zähne. Herstellerfirmen bewerben die Substanz als „flüssigen“ oder „künstlichen“ Zahnschmelz. Produkte damit sollen in der Lage sein, bereits angegriffenen Zahnschmelz zu reparieren, indem die nano-großen Hydroxylapatit-Teilchen feine Risse im Schmelz kitten. Besonders bei schmerzempfindlichen Zähnen soll das eine deutliche Linderung bewirken.

Aussagekräftige Forschung fehlt

Für diese Werbebehauptungen gibt es jedoch keine wissenschaftlichen Belege. Die angepriesenen Wirkungen wurden nie in aussagekräftigen Studien überprüft.

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Ölziehen: fettreiche Zahnhygiene ohne Wirknachweis

Eine Mundspülung mit Öl soll Karies-Bakterien abtöten und so die Zahngesundheit fördern. Wissenschaftliche Belege für das Ölziehen gibt es allerdings nicht

Der traditionellen indischen Heilkunde zufolge soll Ölziehen mit Sesam-, Oliven-, Kokos- oder Sonnenblumenöl sowohl schädliche Bakterien wie auch Schadstoffe anziehen und lösen. Danach wird das Öl einfach ausgespuckt. Diese Art der Mundspülung soll nicht nur für gesunde Zähne sorgen, sondern sogar Abhilfe bei Kopfschmerzen, Hautproblemen, Rheuma, Arthrose sowie eine Besserung von Blasen- und Nierenleiden bewirken.

Irreführende Studien zu Ölziehen

Die meisten dieser Behauptungen wurden nie wissenschaftlich untersucht. Lediglich zur Wirkung auf Zähne und Zahnfleisch gibt es einige Studien. Diese haben jedoch zahlreiche Mängel, ihre Ergebnisse sind daher nicht vertrauenswürdig.

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Mein Fazit: Aus medizinischer Sicht kann das Ölziehen daher nicht als Teil der Kariesprophylaxe empfohlen werden. Ölziehen hat aber auch keine nachgewiesenen schädlichen Wirkungen – Sie können es also gerne einmal ausprobieren, wenn es Sie interessiert.


Fluorid-Zahnpasta als Gesundheitsgefahr?

Einem Gerücht zufolge ist Fluorid aus der Zahnpasta gesundheitsschädlich. Vergiften wir uns also täglich? Oder handelt es sich hier um Panikmache?

Nicht einmal einer von hundert Erwachsenen in Deutschland kann sich über ein kariesfreies Gebiss freuen. Auch Schulkinder und Jugendliche haben oft schon Löcher, Füllungen oder gar Lücken im Gebiss, nachdem Zähne gezogen werden mussten. Bisherige Studien haben gezeigt, dass das Putzen mit Fluorid-haltiger Zahnpasta das Kariesrisiko senkt. Zumindest für Kinder und Jugendliche ist das verhältnismäßig gut untersucht. Der Grund: Fluorid stärkt die Zähne.

Zahnpasta im Bauch

Kandidaten für einen Zahnfluorose sind Kinder unter acht Jahren. Während der ersten Lebensjahre beherrschen sie das Ausspucken von Zahnpflegeprodukten noch nicht oder nicht sehr gut. Wenn sie Zahnpasta verschlucken, gelangt das enthaltene Fluorid über den Verdauungstrakt ins Blut. Geschieht dies regelmäßig und über einen längeren Zeitraum, kommt es zu einer Fluorid-Überversorgung und zur dentalen Fluorose.

Ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene bekommen keine dentale Fluorose mehr. Denn bei ihnen sind Zahnentwicklung und Schmelzbildung abgeschlossen

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Psyche und Zähne hängen eng zusammen - Wir helfen Ihnen in Ottobeuren, Ihr Zahnarzt Hans-Werner Schmücker
Psyche und Zähne hängen eng zusammen


Zehnfache Hygienekosten im Vergleich zum Hausarzt


Was bedeutet "gleichartige" oder "andersartige" Versorgung?



Hilfe bei Mundgeruch-oft durch eine Parodontitis verursacht-wir helfen Ihnen bei ihrem Zahnarzt in Ottobeuren: Hans-Werner Schmücker
Hilfe bei Mundgeruch


Warum übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen nicht alle Zuzahlungen bei Zahnersatz und Füllungen? Ihr Zahnarzt Hans-Werner Schmücker erklärt es Ihnen gerne
Warum übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen nicht alle Zuzahlungen bei Zahnersatz und Füllungen?


Parodontitis verdoppelt Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse


Eine aktuelle Studie aus Schweden konnte zeigen, dass Parodontitis das Risiko eines Herzinfarkts, eines Schlaganfalls oder einer schweren Herzinsuffizienz nahezu verdoppelt

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